Herzlich Willkommen beim Jugendforum Falkensee und dem Jugendbeirat der Stadt Falkensee!

Hier findet ihr alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten rund um das Jugendforum. Wir versuchen, die Seite möglichst immer auf dem aktuellsten Stand zu halten. Sollte uns das mal nicht gelingen und euch fällt das auf, könnt ihr uns gerne eine kurze E-Mail schreiben.


JUGENDFORUM SOMMERKINO 2.0

Jugendforum veranstaltet erneut ein Freiluftkino im Gutspark

Nach dem sehr positiven Feedback im letzten Jahr, setzt das Jugendforum die Freiluftkinoreihe in diesem Sommer fort. An acht Freitagen werden im Gutspark ab 21 Uhr wieder Filme für alle Menschen, egal ob jung oder alt, präsentiert. Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus Covid-19 existiert jedoch weiterhin, weshalb vor Ort die geltenden Abstandsregeln von 2 Meter eingehalten werden müssen. Vor und nach dem Film empfiehlt es sich einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Außerdem wird vor Ort Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.

 

Mit dem Freiluftkino startet das Jugendforum in die Sommerferien. Acht verschiedene Filme werden in kostenlosen Aufführungen an den folgenden Tagen präsentiert:

 

10. Juli                        Bohemian Rhapsody

17. Juli                        The Hate U Give

31. Juli                        25 km/h

07. August                  Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen

21. August                  Blackkklansman

28. August                  The Danish Girl

11. September           Little Woman

18. September           Die Entdeckung der Unendlichkeit

 

Die Aufführungen starten jeweils gegen 21 Uhr im Gutspark an der Seegefelder Kirche. Nach dem Testlauf im letzten Jahr wurden nun eine 4m x 2,5m große Leinwand und ein lichtstarker Kino-Beamer organisiert, um mehr Menschen bei Einhaltung der Abstandsregeln eine Teilnahme zu ermöglichen. Für Sitzgelegenheiten sollte selbstständig gesorgt werden, da nur wenige Sitzplätze vorhanden sind. Dank der Unterstützung der Kirche Seegefeld stehen vor Ort auch Toiletten zur Verfügung. Die Aufführungen sind kostenlos, das Jugendforum freut sich jedoch über eine kleine Spende. 

Wir möchten an dieser Stelle auch der Stadt Falkensee danken, die den Gutspark für diesen Anlass zur Verfügung stellt.

Bild: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Bild: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Jugendbeirat: Unsere Zweifel an der Gültigkeit des Bürgerbegehrens zum Bau des Hallenbads

In der Stadtverordnetenversammlung (SVV) vom 24.06.2020 wurde die Durchführung des Bürgerbegehrens zum Bau eines Hallenbads in Falkensee auf Antrag der Stadtverwaltung festgestellt und alle Dokumente infolgedessen zur weiteren Prüfung an die Kommunalaufsicht weitergeleitet. Vorweg möchten wir natürlich auch klarstellen, dass wir großen Respekt vor unseren Kolleg*innen des Seniorenbeirates und allen Unterstützer*innen haben, welche einen sehr großen Aufwand für dieses Bürgerbegehren betrieben haben und teilweise schon seit Jahren für ein Hallenbad in Falkensee kämpfen. Wie wir bereits während der letzten SVV mitgeteilt haben, erheben wir jedoch Bedenken zur Gültigkeit aller Unterschriften, da an der Gesamtschule Immanuel Kant nachweislich Unterschriften während des Unterrichts gesammelt worden sind.

In §4 Absatz 3 Satz 1 BbgSchulG heißt es „Die Schule ist zum Schutz der seelischen und körperlichen Unversehrtheit, der geistigen Freiheit und der Entfaltungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler verpflichtet.“ In §47 Absatz 2 Satz 1 BbgSchulG wird dies wie folgend ergänzt „Politische Werbung in schulischen Veranstaltungen oder auf dem Schulgelände während des Schulbetriebs ist nicht zulässig.“ Der Beutelsbacher Konsens aus dem Jahr 1976 mit seinen drei Prinzipien „Überwältigungsverbot“, „Kontroversität“ und „Schülerorientierung“ spielt hierbei auch eine wichtige Rolle.

An der Gesamtschule Immanuel Kant wurden Listen zum Bürgerbegehren durch Lehrer*innen mit den Worten „Hier soll ein Hallenbad gebaut werden, aber es wurde von den Stadtpolitikern abgelehnt. Den Grünen war es zu umweltschädlich und der CDU zu teuer.“ ausgeteilt und durch diese zum Unterschreiben aufgerufen. Uns ist dabei ein konkreter Fall bekannt, es kam jedoch wahrscheinlich zu mehreren Fällen.

Die Vorgänge verstoßen deutlich gegen das brandenburgische Schulgesetz und den Beutelsbacher Konsens. Statt einer kritischen und reflektierten Auseinandersetzung mit dem Thema, dem Anhören verschiedener Meinungen und einer anschließenden Diskussion, in der die Schüler*innen selbst eine Position beziehen konnten, wurde hier einseitig und unkritisch über das Bürgerbegehren „berichtet“. Auch wurde nicht etwa auf die Listen zum Sammeln der Unterschriften verwiesen, sondern wurden diese während des Unterrichts durch eine Lehrperson herumgereicht. Damit wurde klar gegen das Neutralitätsgebot verstoßen und Schüler*innen das Unterschreiben der Liste aufgedrängt. Auf Anfrage an das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) des Landes Brandenburg erhielten wir von dort, nach einer kurzen Schilderung des Vorfalls, eine Bestätigung, dass das Ministerium die Sachlage ähnlich einschätzt und unsere Auffassung in dieser Hinsicht teilt.

 

Hier findet ihr einen passenden Zeitungsartikel dazu: https://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Falkensee/Falkenseer-Jugendbeirat-kritisiert-Buergerbegehren (Achtung: externer Link!)


#BlackLivesMatter

Alleine in Berlin waren am Samstag mehr als 15.000 Menschen beim Silent Protest am Alexanderplatz mit dabei, bundesweit kamen weit mehr als 50.000 Menschen bei Demonstrationen zusammen. Anlass war der gewaltsame Tod des schwarzen US-Amerikaners #GeorgeFloyd durch Polizeibeamte. Infolge dessen sind in den USA und auf der gesamten Welt in den letzten Tagen und Wochen hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus und rassistische Polizeigewalt zu demonstrieren. Denn diese ist gerade in den USA noch immer tief im System verankert. Allein im letzten Jahr sind mehr als 260 Schwarze in den USA durch die Polizei getötet worden. Häufig haben diese tödlichen Angriffe einen rassistischen Hintergrund, und meist werden die Fälle nicht weiter verfolgt. Viele Schwarze leben in der ständigen Angst bei Polizeikontrollen getötet oder schwer verletzt zu werden.

Doch auch in Deutschland gibt es Fälle rassistische Polizeigewalt, die häufig als Einzelfälle und Ausnahmen heruntergespielt werden. Der Asylbewerber Oury Jalloh ist 2005 in Polizeigewahrsam verbrannt, 2018 verbrannte auch der Kurde Ahmad Amad in einer Polizeizelle. 2001 und 2005 verstarben Achidi Jon und Laye-Alama Condé nach der Verabreichung von Brechmitteln. 2016 starb Hussam Fadl durch Polizeischüsse, nachdem Fadl nach einem Streit auf einen Polizeiwagen zugerannt war. 2018 wurde Matiullah J. durch 12 Schüsse der Polizei getötet, nachdem er randaliert und Steine geworfen hatte. Die Liste dieser Fälle lässt sich noch um einige Namen erweitern und ist auch nicht vollständig bestätigt. Der Vorwurf des Rassismus wird meist bestritten und beschuldigten Polizisten wird vor Gericht häufig Recht gegeben.

Über diese Fälle von rassistischer Polizeigewalt hinaus, zieht sich das Problem jedoch noch viel tiefer in unserer Gesellschaft. Es beginnt damit, dass People of color häufig nach ihrer Herkunft gefragt werden und es vielen Menschen schwerfällt, sie als Deutsche zu akzeptieren und geht weiter bis zu Benachteiligungen im Bildungssystem und bei der Jobsuche. Rassistische Anschläge und rechte Terrornetzwerke kommen zu diesem Alltagsrassismus noch hinzu. Der NSU, "Hannibals Schattennetzwerk", der Mord an Walter Lübcke oder der Anschlag von Hanau liefern ein Bild davon, dass es Teile in unserer Gesellschaft und Parallelstrukturen gibt, die in ihrem Denken und Handeln durch und durch rassistisch ausgelegt und motiviert sind. 

Gegen all diese Fälle, den Alltagsrassismus und die rassistischen Ansichten von Nazis, Rechten, aber auch von Politiker*innen aus den rechten Lagern sind wir heute auf die Straße gegangen, um klar zu machen: Hört den Betroffenen zu und arbeitet mit ihnen an Lösungen, um unsere Gesellschaft vom Rassismus zu befreien. Dieser Aufruf gilt unseren Politiker*innen. Es muss jetzt endlich konsequent gehandelt werden. 

Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Danke Manuela! <3

Seit heute hat Brandenburg eine neue Landesgleichstellungsbeauftragte. Manuela Dörnenburg verlässt nach zehn Jahren die Stadtverwaltung und das Büro für Vielfalt und wechselt in die Verwaltung des Landes. Die letzten fünf Jahre hat Manuela auch die Entwicklung des Jugendforums begleitet, stand uns bei Fragen und Problemen zur Seite und hat uns in sehr vielen Angelegenheiten unterstützt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Ohne diese Unterstützung würden wir heute nicht hier stehen. Für die weitere Arbeit zur Gleichstellung auf Landesebene wünschen wir viel Erfolg und freuen uns von neuen Projekten zu hören. 

Gleichzeitig möchten wir Frau Juliane Wutta-Lutzmann herzlich zur Benennung zur neuen Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten der Stadt Falkensee gratulieren und ihr für die künftige Arbeit alles gute zu wünschen.

Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

#LEAVENOONEBEHIND

Zur Aufnahme von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen

Gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechts, der Initiative Willkommen in Falkensee, den Grünen, der LINKEN, dem Senioren-Beirat, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, dem Jugendbeirat, der Partei DIE PARTEI und der Kirche für Asyl haben wir am Mittwoch mit einer Kundgebung vor der Stadtverordnetenversammlung bei den Stadtverordneten dafür geworben sich dafür einzusetzen, dass Falkensee die vulnerabelsten unter den Geflüchteten auch in Falkensee willkommen heißt.

Es war ein gutes Zeichen, dass fraktionsübergreifend der Beschluss gefasst wurde, als Stadt, für die Aufnahme von geflüchteten Menschen, Bereitschaft zu signalisieren.

Danke für Ihre Haltung! Chapeau! Das ist ein Sieg der Menschlichkeit gegen die zunehmende Ausgrenzung in der Gesellschaft.

Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Rainbow over Brandenburg:

Das Regenbogencafé und das Jugendforum Fakensee

hissen Regenbogenfahne

Am 17. Mai 1990 beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Seither wird an diesem Tag    an öffentlichen Orten und mit individuellen Aktionen gegen Ausgrenzungen von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und trans* und Inter* Personen gekämpft und als Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*ophobie begangen. Dabei dient die Regenbogenfahne als Symbol der weltweiten Emanzipationsbewegung, welche an vielen öffentlichen Orten, wie Rat- und Stadthäusern oder ganz privat gezeigt wird. Auch der Brandenburger Landtag flaggt in diesem Jahr traditionell die Regenbogenfahne.
Im Corona - Jahr, bei dem die Menschen aller Geschlechter und sexuellen Orientierungen mit Abstandsgeboten und Strategien der Kontaktvermeidung konfrontiert sind, erweist es sich, dass zwischenmenschliches Miteinander ein elementares Lebenselixier ist. Insbesondere schwule und lesbische Jugendliche leiden unter den Einschränkungen, weil ihnen Orte und Möglichkeiten des Kennenlernens und des Ausprobierens genommen werden.
Umso wichtiger ist es, ein Zeichen zu setzen. In diesem Jahr sich das Jugendforum und Regenbogencafè Falkensee gemeinsam mit dem Hissen von Regenbogenfahnen am Jugendclub Alte Post am Internationalen Tag gegen gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*phobie beteiligt.

Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Gießaktion der Baumschutzgruppe Finkenkrug und des Jugendforums Falkensee im Kinderstadtwald

Im November 2014 haben Falkenseer Kinder angefangen, einen kleinen Wald zu pflanzen, weil sie wissen, dass Bäume für die Menschen gut sind. Initiiert hat das die Baumschutzgruppe Finkenkrug in Zusammenarbeit mit der Organisation „Plant for the Planet“. Inzwischen haben wir gelernt, dass wir Geduld brauchen bis aus den kleinen Bäumchen wirklich ein Wald wird. Genauso wie Kinder brauchen auch die Bäume noch Pflege. Kälte, Trockenheit, Wildschweine und viele weitere äußere Einflüsse setzen unserem Wald zu.

Am 03. Oktober 2019 rief das Jugendforum zur Aktion „Einheitsbuddeln“ im Kinderstadtwald auf und beteiligt sich seitdem an der Pflege.

In diesem Jahr haben wir das dritte sehr trockene Frühjahr in Folge.

Auch wenn es eigentlich heißt: Einen Wald gießt man nicht – die letzten Jahre waren extrem trocken, der Wald hat keinen guten Boden und ist nahezu unbeschattet. Wir müssen ihm daher mit Gießen helfen. Das haben wir schon in den vergangenen Jahren getan. Stadt und Feuerwehr unterstützen uns, indem sie regelmäßig einen 1000l-Tank befüllen. Nun brauchen wir (Wo-)Manpower, die das Wasser an die Bäumchen bringt. Das Jugendforum hat eine Doodle-Liste erstellt, welche von KW20 (zweite Mai-Woche) bis KW 40 (letzte September-Woche) reicht. In dieser können sich Gießwillige wochenweise eintragen. Sollte es in der eigenen Woche genug regnen, können die Freiwilligen sich entspannt zurücklehnen, regnet es nicht, sollte die eingetragene Person eine Gießgruppe organisieren, die die Bäumchen bewässert. Solltet Ihr also Lust und Zeit haben, für eine Woche diese Verantwortung zu übernehmen könnte ihr euch über den folgenden Link in die Liste eintragen: https://doodle.com/poll/nx3uh96mdyvtdgnx. Zusätzlich könnt Ihr jegliche Fragen an info@jugendforum-fks.de stellen. Wir wünschen ganz viel Spaß beim Gießen!


Hilfsangebote für Risikogruppe - Jugendforum kauft ein

Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Sie brauchen Hilfe bei Ihrem Einkauf, da Sie zur Risikogruppe gehören und aufgrund des Corona-Virus nicht mehr einkaufen gehen möchten?

Schreiben Sie uns eine Mail an hilfe@jugendforum-fks.de, rufen Sie bei der Willkommensinitiative unter 03322/2938901 an, oder melden Sie sich bei der EUTB Havelland per Fax unter 03322/4227168.

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Flyer des Jugendforums zum Verteilen
Flyer_Corona-Einkaufshilfe.pdf
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Flyer der Willkommensinitiative zum Verteilen
CORNONA-Einkaufshilfe-Flyer.pdf
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Internationaler Tag gegen Rassismus - Nein zu Terror und Gewalt

Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Eigentlich wollten wir heute auf die Straße gehen. Die Terroranschläge von Hanau und Halle sowie der Mord an Herrn Walter Lübcke zeugen von einem wieder aufkeimendem Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft. Auch die AfD trägt hierzu einen großen Teil bei. Der Verfassungsschutz stufte den sogenannten "Flügel" um Kalbitz und Höcke (Fraktionsvorsitzende der AfD in Brandenburg und Thüringen) als rechtsextrem ein, weshalb dieser nun zur Auflösung gezwungen wurde. Doch die Mitglieder des "Flügels" sind weiterhin in der AfD aktiv. Die Partei bleibt also rechtsextrem gelenkt.

Aus diesem Grund und aufgrund vieler weiterer Meldungen, die zeigen, dass rassistische Kräfte überall an Einfluss gewinnen, möchten wir trotz der aktuellen Krise ein Zeichen setzen. Das Jugendforum und ein großer Teil der Gesellschaft steht geschlossen gegen diese Angriffe von Rechts zusammen. Wir protestieren gemeinsam und vielfältig, so wie auf dem Foto aus dem letzten Jahr, gegen Diskriminierung und Ausgrenzung, gegen Einschüchterung und Naziaufmärsche. Wir wollen keinen Hass und keine Ausgrenzung, sondern ein solidarisches und respektvolles Miteinander. 

Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, dass man Probleme nur gemeinsam lösen kann und Diskriminierungen und Hass dabei keine Lösung sind.

Bleibt gesund, bleibt mutig und erhebt eure Stimme gegen Ungerechtigkeiten, Ausgrenzungen und Rassismus. #WorldAgainstRacism


#WeRemember - 75 Jahre Befreiung von Auschwitz

Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Foto: Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Am 27. Januar vor 75 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Mit der Befreiung wurden die Verbrechen weltweit öffentlich, die die Nazis an den dort (und in vielen anderen Lagern) gefangen gehaltenen Menschen begangen haben. Mehr als 1,2 Millionen Menschen wurden allein in Auschwitz ermordet, die meisten davon waren Juden. Überall in Deutschland wurde gestern deshalb der Opfer der NS-Herrschaft gedacht. Auch wir finden, dass solch ein grausames Verbrechen nie wieder möglich sein darf und möchten deshalb der Opfer gedenken und an die Schrecken dieser Zeit erinnern. Gleichzeitig erstarken momentan wieder rechte Strömungen, die Antisemitismus und Rassismus propagandieren. Im Jahr 2018 wurden 1799 antisemitisch motivierte Straftaten in Deutschland begangen, 1603 davon wurden von Rechtsradikalen verübt. Diesen Entwicklungen muss die Gesellschaft geschlossen entgegen stehen und zeigen, dass solche Ansichten und Handlungen nie wieder akzeptiert werden dürfen. Dafür machen wir uns auch im Jugendforum stark. Wir haben hier eine enorme Verantwortung, an diese Schrecken zu erinnern und rechten Entwicklungen entgegen zu wirken.

 

Auch in Falkensee gab es von 1943 bis 1945 ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Im heutigen Geschichtspark an der Lake findet man noch eine Baracke und die Fundamente weiterer Gebäude. Neben dem KZ-Lager gab es außerdem noch ein Arbeiterlager, Waffen-Produktionsstätten und ein Kriegsgefangenenlager. Dort wurden zwischen  1.600 und 2.500 Menschen (vor allem aus Polen, Frankreich, Norwegen und der Sowjetunion) gefangen gehalten und zu Arbeiten in den anliegenden Waffenproduktionsstätten der DEMAG gezwungen. Diese Arbeit und das Leben im Lager fanden unter unmenschlichen Bedingungen statt. Die Lagerinsassen waren schlecht gekleidet und unzureichend ernährt, wurden misshandelt und mussten häufig über 14 Stunden lang arbeiten, sodass viele der Menschen in der Zeit starben. Kranke und verletzte Menschen wurden zurück ins Stammlager Sachsenhausen gebracht und dort ermordet und verbrannt. Mit dem Vorrücken der sowjetischen Armee wurde das Lager am 26. April 1945 befreit.